"Ecotronics Hemp-Info
Indoor

Thema: Raumklima:
Damit die Pflanzen optimal gedeihen und sich keine Pilzkrankheiten auf den Pflanzen und / oder Wänden der Growbox bilden ist es sehr wichtigein gutes Raumklima zu schaffen. Dies bedeutet die Luft darf weder zu trocken, noch zu feucht sein, die Luft muss bewegt werden ohne dabei Durchzug-Effekte zu schaffen, die Temperaturen müssen regelmässig und innerhalb eines gewissen Bereichs sein.Von den Bedürftnissen der Pflanze abgesehen gibt es aber meistens auch noch diverse andere Aspekte wie etwa Lärmbelästigung durch Ventilation und der Geruch unserer Lieblinge. Eine Growbox oder ein kleiner Growraum sind in beinahe allen Fällen die Mittel durch welche sich Selbstversorger vom Schwarzmarkt unabhängig machen. Kontrolle der Qualität und ein bezahlbares Endprodukt sind dabei natürlich bei den meisten das Ziel welches auch als realistisch betrachtet werden kann, sofern man über einen längeren Zeitraum rechnet. Für einen Gelegenheitskiffer welcher 2 bis 3 Tüten im Monat raucht wird sich die Selbstversorgung mit Indoor auf keinen Fall lohnen, weil die Investitionen in keinem Verhältniss zu den Kosten stehen. Doch für regelmässige Kiffer welche trotz allen damit verbundenen Problemen ihr Leben nicht von verfassungswidrigen Gesetzen bestimmen lassen wollen, dürfte Selbstversorgung schon der billigste und wahrscheinlich besteWeg sein.
Das Thema Raumklima ist jedoch wieder wie viele andere Punkte beim Indoor-Growing erneut wieder eine Kostenfrage und auch hier kann respektive darf nicht zu sehr gespart werden. Im Gegensatz zum Licht aber darf hier auch nicht zuviel Kraft eingesetzt werden, was alles natürlich noch einmal komplizierter erscheinen lässt. Doch auch hier kann man sich von einigen Richtlinien ausgehend einigermassen leicht durch den Dschungel wühlen um das für seine Bedürftnisse entsprechend Richtige zu finden. Und allen anderen Dingen voran muss ich auch hier wieder auf die "goldenen Regeln" verweisen:
1.
Nur eine Installation welche ihren Zweck schlussendlich erfüllt ergibt einen Sinn. Eine Indooranlage funktioniert nach dem Prinzip der Kette, welche nur so stark wie ihr schwächstes Glied ist.
2.
Wenn auch nur ein einziger Faktor einer Indooranlage ungenügend ist, wird auch das Resultat mit Sicherheit ungenügend sein. In den meisten Fällen ist dies dann auch nicht mehr im Verhältniss zu Aufwand und Kosten.
3.
Es darf nicht an Dingen gespart werden welche absolut notwendig sind. Es ist empfehlenswert und langfristig auch günstiger auf Qualität zu achten. Statt zu Beginn Luxusvorstellungen zu realisieren ist es besser zuerst eine gute Grundausrüstung zu besorgen, welche später immer noch mit Luxus-Artikeln aufgerüstet werden kann.
4.
Luxus sollte in zwei Kategorien eingeordnet werden: Es gibt Luxus welcher der reinen Bequemlichkeit dient wie beispielsweise Automatischer Düngermischer. Aber es gibt auch Luxus welcher der Pflanzen zugute kommt wie etwa automatische Bewässerung. Beispiel 1 ist zwar eine superfeine Sache, doch für einen Selbstversorger absolut verhälnissloser Luxus für absolute Bequemlichkeit. Beispiel 2 dagegen bietet den Pflanzen eine gleichmässige und optimale Bewässerung was ein besseres Resultat zur Folge hat.
Der Grund weshalb ich hier wieder einmal so gründlich auf die Kosten verweise ist jener, dass diese bei dem Thema Raumklima meistens übersehen oder unterschätzt werden. Und in einigen wenigen Fällen konnte ich auch schon überdimmensionierte Lüftungs- und Luftfeuchtigkeitssysteme sehen welche nicht nur zuviel Kosten, sondern auch Schaden bei den Pflanzen zur Folge hatten. Im Folgenden werde ich nun erst einmal eine Tabelle vorstellen, auf welcher so ziemlich alles was das Raumklima angeht und dessen Notwendigkeit aufgeführt ist.
Zu- Abluft Auf Zu- und Abluft durch zumindest einen Ventilator darf auf keinen Fall verzichtet werden. Wenn nur ein Ventilator eingesetzt wird welcher (in den meisten Fällen) dieAbluft "herauspumpt", dann erfolgt die Zufuhr der Zuluft durch den dabei entstehenden Unterdruck im Raum über ein simples Loch oder einen Schlauch für die Zuluft. Wenn das System klein ist und gut konzipiert wurde ist diese Methode genügend, in vielen Fällen ist es aber geeigneter einen Ventilator für die Zuluft und einen identischen Ventilator für die abluft einzusetzen.
Zuluft Der Zuluftventilation sollte genügend aber nicht zu stark dimmensioniert werden.

Absolut notwendig

Abluft Der Abluftventilator sollte grösser oder mindestens genau der selbe Ventilatortyp wie jener für die Zuluft sein. Oftmals notwendig
Umluft Zusätzlich zur Zu- und Abluft sollte auch ein Umluftventilator eingesetzt werden. Dringend empfohlen
Kohlefilter Der Kohlefilter hat natürlich nichts mit dem Klima für die Pflanzen zu tun, da die gefiltterte Luft sowieso jene ist welche abgeführt wird. Leider aber lieben nicht alle den Geruch unserer Lieblinge, weshalb ein Kohlefilter unbedingt empfehlenswert ist. Dringend empfohlen
Luftbefeuchter In den meisten praktischen Anwendungsfällen wäre eine Luftbefeuchtung für die Pflanzen günstig. Meistens aber gilt dies nur für eine kurze Periode ihrer Entwicklung, da während der Blüte die Luftfeuchtigkeit sowieso nicht zu hoch sein sollte. Für einen Stecklingsraum kann Luftbefeuchtung als empfehlenswert gelten, doch in den meisten anderen Fällen sollte man sich die Kosten dafür sparen. Nur in Sonderfällen
Luftentfeuchter Bei einigen Hydrokultursystemen kann es vorkommen, dass eine Luftentfeuchtung notwendig ist. In den meisten anderen Fällen aber sollte dies nicht nötig sein solange das restliche Konzept der Installationen und das Bodenklima stimmt. Nur in Sonderfällen
Raumheizung Den Raum oder die Growbox zu beheizen ist in den wenigsten Fällen notwendig, da Vorschaltgerät und Lampe schon einiges an Hitze produzieren. Davon abgesehen befinden sich die Anlagen meistens in Wohnräumen oder Kellern, womit zu tiefe Temperaturen kein problem sein sollten. Beinahe nie notwendig
Raumkühlung Besonders bei Anlagen in Dachstöcken kann der Sommer zu grossen Problemen führen. Und selbst an einer gut konzipierten Growbox geht ein heisser Sommer nicht vorbei ohne Spuren zu hinterlassen. Deshalb ist Raumkühlung in einigen Fällen absolut notwendig und in den meisten Fällen zumindest nützlich. Manchmal notwendig
Oftmals nützlich
Bodenheizung Eine Bodenheizung ist in Räumen welche während der nacht kalt werden sehr wichtig und bei der Stecklingsproduktion sehr nützlich. In normal beheizten Wohnräumen dagegen ist eine Bodenheizung absolut überflüssig. Manchmal notwendig
Zu- und Abluftventilation: Grundsätzlich gibt es 3 verschiedene Typen Ventilatoren welche sich für die Zu- und Abluftbeförderung eignen.
Als erstes gibt es die sogenannten Schneckenhaus-Ventilatoren welche vorwiegend bei der Gebäudebelüftung eingesetzt werden. Diese Ventilatoren gibt es in jeder Preisklasse und oftmals werden Modelle angeboten welche für den selben Preis eines Rohrventilators mehr Leistung bieten. Die Schneckenhausventilatoren benötigen allerdings ein Gehäuse in welches sie eingebaut werden und sind deshalb unter dem Strich teurer als die angesprochenen Rohrventilatoren. Die Rohrventilatoren bestehen in zwei grundsätzlich verschiedenen Ausführungen bei welchen der Unterschied ganz wesentlich in Preis, Technik, Material und Leistung liegt. Die teureren und besseren Modelle arbeiten mit "Schaufelblättern" deren Technik aus dem Bereich Triebwerktechnik stammt. Diese Typen werden beispielsweise in sehr teuren Raumluft-Ionisatoren, oder in der Lüftungstechnik bei besonderen Anforderungen eingesetzt. Weil deren Preis aber etwa dreimal so hoch wie jener der handelsüblichen Rohrventilatoren ist, lohnt sich deren Einsatz nicht für eine Growbox oder einen Growraum.
Für einen Growraum oder eine Growbox empfehle ich das billigste von dem was in akzeptabler Qualität erhältlich ist und dies ist beispielsweise der hier abgebildete Rohrventilator. Dieses Modell ist handelsüblich, nicht zu laut und in vielen verschiedenen Kapazitäten zu einem fairen Preis erhältlich.
Die Zu- und Abluft sollte keinen Durchzugseffekt erzeugen und generell kann eine Zuluftzufuhr von unten mit einer Zuluftabfuhr von oben als ideal betrachtet werden. Durch das Aufstellen von mechanischen min./max Thermometern kann festgestellt werden, ob in gewissen Ecken der Räumlichkeiten grosse Temperaturschwankungen stattfinden. Wenn dies der Fall sein sollte muss dies durch andere Zuluftzufuhr oder weiter Massnahmen geregelt werden.

Um die Grösse des Ventilators zu bemessen kann man als Richtwert davon ausgehen dass der Ventilator in der Lage sein sollte, das gesamte Raumluftvolumen innerhalb von zwei bis drei Minuten auszuwechseln. Bei grösseren Räumen ist der Luftaustausch weniger problematisch als bei einer kleinen Growbox, weshalb hier von 5 bis 10 Minuten ausgegangen werden kann. Dies sind jedoch nur Richtwerte welche auf keinen Fall als allgemeingültige Regel betrachtet werden dürfen. Zu beachten ist jedoch, dass einen Meter hinter dem Ventilatorauslass wenn möglich kein Bogen gemacht wird und allgemein Bögen in den Ab- und Zuluftröhren so weit wie möglich vermieden werden. Wenn Bögen in die Luftrohre gemacht werden müssen, dann nach Möglichkeit scharfe Bögen vermeiden. Bögen in den Luftrohren behindern den Luftstrom und vermindern somit die Kapazität des Ventilators. Und das selbe gilt natürlich auch für einen angeschlossenen Kohlefilter, welchen man aber dennoch anschliessen sollte.

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